Sommertouren 2021

Sommertouren Senioren 2021

Wie bereits im Jahre 2020, hat die Corona Pandemie auch bei den Seniorentouren ihre
Spuren hinterlassen. Bis in den Juni hinein, mussten alle offiziellen Touren abgesagt werden.
Erst im Juni konnte wieder eine offizielle Seniorentour durchgeführt werden.

23. Juni 21, zum Zusammenfluss der Argen mit Günter Hsu

Die ursprünglich geplante Tour ins Schanfigg/Schweiz fiel den Corona Restriktionen zum Opfer. Stattdessen führte Günter 10 Personen in einen sehenswerten und interessanten Teil unserer näheren Heimat, zum Zusammenfluss der beiden Argen. Diese Tour war bereits im Mai geplant, fiel jedoch aus. Ausgangs- und Endpunkt der Tour war der Parkplatz beim Schloss Achberg, ein ehemaliges barockes Deutschordenschloss, das heute dem Landkreis Ravensburg gehört und für Ausstellungen genutzt wird.

Die An- und Abfahrt erfolgte in Privat-PKW in Fahrgemeinschaften. Beim Abstieg vom Schloss Achberg ins Argental, konnten die

Am Argenzusammenfluss

Teilnehmer feststellen, wie tief sich die Argen in die Landschaft eingegraben hat und zu Recht als Wildwasser klassifiziert ist. Der Zusammenfluss der beiden Argen befindet sich in der Nähe von Neuravensburg. Hier bot sich ein schöner Picknickplatz für die Brotzeit an. Die obere Argen, die bei Oberstaufen und die untere Argen die bei Missen entspringt, bilden zusammen die Argen, die immerhin der drittgrößte Zufluss in den Bodensee ist. Nicht zu Unrecht wurde die Argen 2014 zur Flusslandschaft des Jahres gekürt. Nach fast 11 km, 4 Std. Gehzeit und 200 überwundenen Höhenmetern war diese interessante Tour zu Ende. Leider konnten wir nicht wie geplant, im Schloss einkehren, da die Personenzahl zu gering war. Die Landfrauen, die die Gastronomieführen, hätten ab einer Zahl >20 Personen extra für uns geöffnet. Trotzdem haben die Teilnehmer diese Tour bei trockenem Wetter genossen.

01. Juli 21, Alpgang – Auf den Spuren von Franz M. Felder mit Joe und Christiane Eggert

Die Tour führte uns auf den „Alpgang“ bei Au im Bregenzer Wald. Wir fuhren mit den 15 Teilnehmern mit 2 Kleinbussen in den Bregenzer Wald. Trotz zunächst tiefhängenden Wolken erlebten wir bei wunderbarem Wanderwetter eine landschaftliche Zeitreise zwischen Heimgut, Viehweide, Berggut, Vorsäß, Alpe und Wildheumahd. Der Weg führte uns von Rehmen bei Au, hinauf bis kurz vor die obere Sattelalpe. In bewährter Weise wurden zwei Gruppen gebildet, Gruppo Sportivo und Gruppo Comodo. Die Gruppo Sportivo nahm den Aufstieg zum Liegstein in Angriff, mit einem grandiosen Ausblick auf die Kanisfluh. Die
Gruppe Commodo bevorzugte den gemütlicheren Weg über die Almen. In Steinen am Weg sind Texte zu Alpleben und Kulturlandschaft hinterlegt. Mit Begeisterung konnten wir die üppigen, mitunter seltenen Wildblumen auf den liebevoll extensiv gepflegten Wiesen

Informationsstein im Berngarter Ried

Informationsstein im Berngarter Ried

bewundern. Erfüllt von reichhaltigen Eindrücken aus der Natur, bereichert mit Informationen aus dem Leben von Franz Michel Felder, dem Schriftsteller, Sozialreformer und Bauern aus Schoppernau, durften wir einen Wandertag mit großem Berg-und
Natureindrücken genießen. Bei der unteren Stoggeralpe trafen sich beide Gruppen wieder und konnten gemeinsam den Rückweg nach Rehmen angehen. Siebzehn glückliche Alpenvereinssenioren kehrten nach der Wanderung über 12 km mit 800/700 hm im Auf- und Abstieg abschließend in einer jahrhundertealten Traditionsgaststätte ein.

14. Juli21, Walkenberg und Gschnaidt mit Jutta + Peter Trauter

Abstieg im Remser Tobel

Abstieg im Remser Tobel

Die bereits für den Mai geplante Tour konnte heute stattfinden. Bei der Anfahrt nach Lindau regnet es heftig, aber in Lindau ist es wieder trocken. Der Boso Bus kommt pünktlich und die 14 Teilnehmer und ihre Führer können es sich in dem Bus gemütlich machen. Pünktlich um 08:30 fahren wir los über Leutkirch, Frauenzell nach Gschnaidt. Über der Adelegg liegt eine dichte Wolkendecke, aber die Temperatur ist angenehm. Um 09:20 starten wir zu unserer Wanderung über den langen Steig zur Keltenschanze auf dem Walkenberg. Wir stromern ein wenig in der Schanze mit ihren Gräben und Wällen herum, bevor wir weiter gehen. Blühende Pflanzen halten sich in Grenzen, mit Ausnahme zahlreicher schöner, großer roter Fingerhüte. In
Walkenberg an der Bruder Klaus Kapelle machen wir Brotzeit. Leider haben sich die Berge am Aussichtspunkt hinter den Wolken
versteckt. Peter macht uns auf die zahlreichen Quarzbrocken auf dem Weg aufmerksam, die bis 1898 der Grundstoff für das
Glasmacherhandwerk auf der Adelegg und in ihren Tälern waren. Dann geht es hinab in den stillen Remser Tobel und steil hinauf nach Hinterbrennberg. Wir finden den Einstieg zu dem Waldweg, der in der Karte fehlt und kommen richtig an der heilsamen Quelle mit Brunnen und dem Beginn des Kreuzwegs heraus. Nun noch den Kreuzweg hinauf zum Wald der Grabkreuze. Dieser mysteriöse Ort mit seinen über 1000 Grabkreuzen und den 2 Wallfahrtkapellen wird ausgiebig besichtigt, bevor wir bereit um 13:30 im Gasthaus zum Kreuz einlaufen. Wir lassen es uns bei Kaffee und Kuchen und dem einen oder anderem Glas gutgehen, bevor uns der Bus pünktlich wieder um 15:00 abholt. Inzwischen ist die Sonne herausgekommen und wir fahren ohne Probleme zurück nach Lindau das wir kurz vor 16:00 erreichen und diese Wanderung beenden können. Einige der über 80jährigen Teilnehmer waren richtig glücklich über diese Tour, die sie nicht an oder über ihre Grenzen gebracht hat. Und auch die etwas jüngeren Teilnehmer waren zufrieden mit dieser einfachen Tour über 8 km und 250 hm Aufstieg, mit zahlreichen interessanten Punkten

21. Juli 21, Surselva in Flims mit Petra Zimmermann und Traudl Arnold

Eine zufriedene Gruppe vor den Tschingelhörnern

Eine zufriedene Gruppe vor den Tschingelhörnern

Im Mülitobel Bei idealen Temperaturen, strahlendem Sonnenschein und ohne Gewitterrisiko ging es frühmorgens für 14 Seniorenwanderer im DAV Kleinbus und einem privaten PKW nach Flims in Graubünden. Von der Talstation in Flims schwebten wir mit der Sesselbahn in luftiger Höhe zur Bergstation Naraus, dem Startpunkt des wunderbaren Panoramaweges der uns ins UNESCO Welterbe “Tektonikarena Sardona” führte. Traudl Arnold erläuterte uns anschaulich die Entstehung dieser faszinierenden Landschaft. An einem imposanten Wasserfall wurde mittags gerastet, bevor es über Schneefelder und mit mutigen Sprüngen über einige der vielen Bäche durch die Schwemmebene des Segnesbodens ging. Der kurze Anstieg zum Aussichtspunkt am Grauberg, belohnte uns mit spektakulärem Blick auf die Tschingelhörner, mit dem berühmten Martinsloch und der “Magischen Linie” der tektonischen Gebirgsüberschiebung. Nach kurzer Rast auf der Segneshütte wanderten wir zurück zur Sesselbahn Naraus, die uns bequem ins Tal nach Flims brachte. Alle Wanderer waren hochzufrieden über die Wanderung in dieser einmaligen Umgebung, die uns im Auf- und Abstieg 470 hm und12 km Wegstrecke abverlangt hatten. Pünktlich um
18.00 trafen alle Wanderer wohlbehalten wieder in Lindau ein.

04. August 21, Mülitobel bei Altstätten mit Joe und Christiane Eggert

Mit 9 Teilnehmern + 2 Führern ging es bei sehr unsicheren Wettervorhersagen mit dem SCB Bus und 1 Privat PKW nach Altstätten. Der Himmel zeigte sich wolkenverhangen mit Nieselregen. Aber von richtigem Regen wurden wir verschont. Geparkt wurde am Tobelbach an der Heidener Straße. Von hier ging es hinein in den Mülitobel mit dem wilden Tobelbach. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt, Gruppo sportivo und Gruppo comodo. So sind wir entweder die steile Variante oder die moderate Route gegangen. Jüngster TN 64 J., ältester TN 84 Jahre. Über Buschel ging es vorbei an der Ruine Hoch-Altstätten hinauf nach St. Anton. An der Kapelle konnten wir die Aussicht ins Rheintal genießen. Den wohlverdienten „Kafi“ gab es im Cafe in Oberegg. Danach konnten wir gestärkt den Rückweg nach Altstätten antreten. Trotz widriger Wetterbedingungen konnten wir uns an der Tour mit 9 km und 642 hm im Auf- und Abstieg freuen, die wir in einer Wanderzeit von 5 ¼ Std. hinter uns gebracht haben. Die Heimfahrt nach Lindau verlief problemlos.

Im Mülitobel

Im Mülitobel

18. August 21, Faschinajoch und Zafernhorn mit Horst Michael und Uli Gorbach

Mit 2 kleinen Bussen und einem PKW sind 20 Senioren mit ihren Führern zum Faschinajoch aufgebrochen. Die Wettervorhersage war nicht vielsprechend, doch es war ein Versuch wert. Der Mut wurde belohnt, denn bei der Ankunft zeigte sich die Wolkendecke schon etwas aufgelockerter. Die Senioren wurden in eine Gruppe „Hofele“ wie man im Volksmund für
langsam und gemütlich sagt, und in eine Gruppe „Sportlich“ aufgeteilt. Der Aufstieg ging zur Bartolomäalpe hoch. Dort wurde die Gruppe freundlich und neugierig von einem Rudel Ziegen begrüßt. Beim weiteren Aufstieg haben an den steilen Flanken des Zafernhorn eine Vielfalt Blumen zu Genusspausen eingeladen. Die Querung vom Gompensättele bis zur Hubertuskapelle hat den Senioren wegen aufgeweichter und von Kühen arg zertrampelter Pfade Geduld und Trittsicherheit abverlangt.

Schön ist der Tiefblick vom Zafernhorn

Schön ist der Tiefblick vom Zafernhorn

Doch die Ausblicke zu dem umliegenden Gipfeln, in die schöne Almenlandschaft, imposanten Lawinenstrichen und zu
faszinierenden Blumenwiesen haben für die Anstrengung entschädigt. Die Gruppe „Sportlich“ ist ohne langen Aufenthalt an der Hubertuskapelle, zum Gipfel des Zafernhorn auf 2107 m aufgestiegen, während die Gruppe „Hofele“ etwas später zur Rast an der
Hubertuskapelle eintraf. Weiter unten an der Zafernmaisäss hat die sich allmählich durchsetzende Sonne zu einer weiteren kleinen Rast eingeladen, um ein Minaturwasserkraftwerk zu bewundern, das ein Gebäude mit Strom versorgt.
Kurz vor dem Erreichen des Faschinajoch wurden die Senioren noch auf eine Mutprobe gestellt und haben ein imposantes Kar mit einem kleinen Bach überquert. Das war auch der Zeitpunkt als sich beide Gruppen wieder vereinten. Ca. 5 Stunden nach dem Start konnte man bei der Einkehr bei Familie Doming viele zufriedene Mienen beobachten! Die „Sportlichen“ waren stolz auf ihre fast 800 Höhenmeter, verteilt auf 11 km, und die Senioren der Gruppe „Hofele“ waren mit ihrer Leistung auch zufrieden und dass sie ausreichend Zeit fürs Genießen der Natur hatten.

01.September 21, Saloberkopf mit Klaus und Brigitte Harder

Klaus und Brigitte Harder führten bei dieser Wanderung 12 Senioren auf den Salober Kopf am Hochtannberg Pass. Wir starteten bereits um 06:55 in Lindau, denn die Anreise erfolgte mit Zug und Bus bis nach Warth, wobei bereits die Anreise durch den Bregenzer Wald bei diesem herrlichen

Körber See

Körber See

Wetter eine Reise wert ist. Unsere Wanderung führte uns von Warth einen Gratrücken entlang, bis hinauf zum höchsten Punkt des Saloberkopf auf 2045 m. Alle waren glücklich über den geschafften Aufstieg mit 550 hm. Der tolle Ausblick ins Lechtal und die nahen Allgäuer Alpen entschädigte uns für die Mühen des Aufstiegs. Leider verdarb der Blick auf 3 Liftstationen etwas den Ausblick! Unsere große Rast erfolgte bei der verfallenen Saloberalp inmitten von Kalkkarren, Heidelbeer und Wachholderbüschen und kleinen Moorwiesen. Wir folgten einem aufgelassenen Wanderweg hinunter zum malerischen Körbersee. Gestärkt durch eine Kaffeeeinkehr im Hotel Körbersee, war die knappe Stunde bis zur Bushaltestelle am Hochtannbergpass kein Problem mehr. Von dort ging es wieder zurück mit Bus und Bahn nach Lindau, das wir gegen 19:00 mit den zufriedenen Teilnehmern dieser schönen Tour erreichten.  

 

15.09.21 Werdenberg, Schloss, Städtli und der Rheintal Höhenweg mit Uli Gorbach und Petra Zimmermann.

Ausgestattet mit dem Vorarlberger Gruppenticket starteten 16 Seniorenwanderer am Bahnhof Reutin in Richtung Buchs im Kanton St. Gallen. Buchs empfing uns mit leichtem Regen, aber alle waren gut ausgerüstet und bester Laune.

Nachdem wir die Einkaufsstraße durchquert hatten, war es schon wieder trocken. Gleich oberhalb der Kirche erreichten wir einen schönen Aussichtspunkt. Der Blick auf Werdenberg, den kleinen See, das Schloss und die schönen Häuser stimmten uns auf die Tour ein. Nun ging es weiter bergauf und durch den Wald, an dessen Ende ein Picknickplatz mit trockenen Bänken und Tischen zu einer Rast einlud. Aus der Trinkpause wurde dann eine Vesperpause, denn es war ja so schön, und wir wollten es gemütlich haben. Doch so langsam lockte der Panoramaweg Richtung Grabs, der auch ein Teil des Rheintal Höhenweges ist, mit schönen Ausblicken übers Rheintal und die Bergkette vom Wildhuser

Blick auf Schloß Werdenberg

Blick auf Schloß Werdenberg

Schafberg bis zum Hohen Kasten. Und hoch über uns thronte der Margelchopf und der Chapf mit der Gampernei, bekannte Skitourenziele. Unseren zweiten Stopp legten wir auf dem Gelände der Lukasstiftung ein: Landschaftssinnfonie- Sinneserfahrungen eingebettet in die Natur – ein Erlebnis für sich.

Vollkommen entspannt und bei Sonnenschein erreichten wir über leicht ansteigende Wiesenwege den Weg zum Schloss. Im Schlosshof tauchten wir ein, in die einzigartig historische Umgebung mit seiner 800-jährigen Geschichte. Werdenberg ist eine der wenigen noch erhaltenen städtisch, mittelalterlichen Holzbausiedlungen Europas und ein Musterbeispiel gelungener Denkmalpflege. Zum Abschluss nach einer Runde um den See lockten zahlreiche Bänke und Cafés mit Blick auf den See und das Schloss. Das hatten wir uns auch verdient mit der Wanderung über 12 km und 220 hm Aufstieg.

Bei der Rückfahrt wurde es immer dunkler und dann kam der Regen. Aber das störte uns nicht mehr, wir hatten ja bereits einen schönen Tag hinter uns gebracht.

26.09.21 Von Gmeind zum Rothenbachschrofen mit Horst Michael

Diese Tour wurde wegen der ungünstigen Wetterprognose abgesagt

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