Wanderwochen 2019

Wanderungen im Ahrntal vom 23.06.19 bis 30.06.19

Mit Joe und Christiane Eggert als Führer, ging es mit 17 Teilnehmern von Lindau über Innsbruck und Brixen nach Taufers/Sand im Ahrntal. Im Quartier, dem Drumlerhof wurden wir freundlich begrüßt. Am Nachmittag startete unsere erste Tour über den Franziskus-Wasserfallweg zur Toblburg. Der Wasserfall war beeindruckend. In der zur Toblburg gehörenden alten Kapelle, konnte jeder für ein paar Minuten durchatmen. Auf dem Rückweg bestand für die Abenteuerlustigen die Möglichkeit mit der Fly Line an einem Stahlseil abwärts zu schweben. Es war ein herrliches Gefühl zwischen den Bäumen hindurch zu gleiten. Am Abend begrüßte uns der Chef im Hotel mit einem Gläschen Sekt und kleinen Häppchen. Wenn das kein gelungener erster Tag war!

Montag

Nach einem kräftigen Frühstück starteten wir um 8:30 Uhr zu unserer ersten Tagestour. Sie führte uns von Ahornach über die Gasteiger Alm auf 1334 m Höhe zu den Schlafhäusern. Diese Hütten, welche früher von den Hirten als Schlafstätten benutzt wurden, liegen idyllisch inmitten der Natur. Auf dem sogenannten Vegetationsweg, welcher das Herz eines jeden Naturfreundes höherschlagen ließ und über herrliche Alp-Wiesen ging es anschließend abwärts zu unserem Ausgangspunkt. Zurück im Hotel, mussten die vielen schönen Natureindrücke auf der Dachterrasse im Liegestuhl erst einmal verarbeitet werden.

 

 

 

Dienstag

Wir fuhren mit dem Linienbus nach Kasern auf 1600m Höhe. Über den geschichtsträchtigen Knappenweg, vorbei an alten Stollen ging es zur Rötalm auf 2116 m, herrlich gelegen in einem Tal am Fuße der Rötspitze. Nach der Mittagspause ging es weiter. Zwei steile schneebedeckte Gräben mussten überquert werden. Jetzt war Konzentration angesagt und es galt brav zu befolgen was Joe uns vormachte. Mit einem Pickel bereitete er uns den Weg vor. Schritt für Schritt bewegten wir uns vorsichtig über die Schneefelder. Der Weg führte weiter zur Stegeralm, wo wir den Geschichten des alten Senners lauschen konnten. Anschließend ging es dann schnellen Schrittes hinunter zur Stegerbrücke, um wieder mit dem Bus zurück zu fahren.

Mittwoch

Mit den eigenen Fahrzeugen fuhren wir durch das Mühlwaldertal zum bereits in den Zillertaler Alpen gelegenen Nevesstausee auf 1790 m. Unser Ziel war die Edelrauthütte auf 2545 m, am Eisbruchjoch gelegen. Um dorthin zu gelangen, mussten wir durch ein großes Schneefeld stapfen. Erneut konnten wir von Joe lernen, wie wir uns verhalten sollten, wenn wir ins Rutschen kommen. Auf dem Rückweg streckten einige noch ihre Füße in einen der eiskalten Bergbäche, bevor es durch eine herrlicheLandschaft zurück zu den Fahrzeugen ging.

Donnerstag

Unser sogenannter “Schontag“! Mit der Speikbodenbahn fuhren wir zunächst auf 2000 m Höhe. Es breitete sich ein herrlicher Ausblick vor uns aus, auch wenn wir ihn mit mehr Menschen als auf unseren bisherigen Touren teilten. Über Steinplatten ging es zum kleinen Nock. Wieder sahen wir Alpenrosen, Enzian, Berganemonen und viele andere Blumen. Der Weg führte über den großen Nock zum Speikbodengipfel auf 2515 m. Auf der Sonnklarhütte erfreuten wir uns bei einer Einkehr an der wunderschönen Landschaft. Auf dem Rückweg ging es dann bequem mit dem Sessellift und der Kabinenbahn zurück ins Tal. Trotz Schontag hatten wir eine Wanderung von ca. 4,5 Std. hinter uns gebracht

Freitag

Heute hatten wir unsere Königstour vor uns, mit allen Facetten, die das Bergwandern zu bieten hat. Schneefelder, alpine Steige und Bachüberquerungen standen auf dem Programm. Wir fuhren mit unseren Fahrzeugen zur Jausenstation Säge auf 1591 m, von wo aus es im wohltuenden Schatten stetig bergauf bis auf 2330 m Höhe ging. Auf steinigem Grasgelände wanderten wir an den Berghängen entlang Richtung Kasseler Hütte. Die Schneefelder beeindruckten uns kaum, die Sonne hatte ihnen ihren Schrecken genommen. Dafür waren die Bäche umso reißender. Nicht überall waren Brücken, sodass Joe und Christiane nach den geeignetsten Übergängen suchten und uns Hilfestellung gaben. Damit gelangten alle sicher übers Wasser. Nach ungefähr 5,5 Std. Wanderzeit kamen wir gutgelaunt an der Kasseler Hütte an. Dort konnten wir uns stärken, bevor es auf den Abstieg über den Hüttenweg ging. Dieser Tag war für uns alle das Highlight der Woche. Wir waren erschöpft aber auch rundum glücklich und zufrieden.

Samstag

Wieder ging es mit dem Bus nach Kasern und zu Fuß zur Starklalm auf 2025 m. Dort ließen wir die Waldgrenze mit Blick auf den Rauchkofel hinter uns und die Natur zeigte sich erneut in all ihrer Pracht. Wie Schlangen zogen sich Wasserläufe, die sogenannten Wasserlacken durch die Landschaft. Wir befanden uns im Biotop „Wieser Werfer Moos“. Der Weg führte weiter zum idyllisch auf 2338 m Höhe gelegenen Waldnersee. Hier wurde erst mal geschaut, gestaunt und die Ruhe am Ufer genossen.
Anschließend ging es über die Waldner Alm, von wo aus wir zum letzten Mal auf die Dreitausender des Ahrntales blicken konnten, zurück nach Kasern.

 

 

Sonntag

Unser letztes Frühstück gestalteten wir etwas ausgiebiger, um das kulinarische Angebot unserer gastfreundlichen Unterkunft
nochmal genießen zu können. Auf der Heimreise schwelgten wir bereits in Erinnerungen. Eine unvergessliche Woche, mit lieben Menschen, vielfältigen Eindrücken und im Einklang mit der Natur, bei bestem Wetter lag hinter uns. Wir werden noch lange davon zehren.

 

 

 

Wanderungen im Aostatal vom 01.09 bis 08.09.19

Sonntag

Mit Klaus Harder und Günter Hsu als Führer, ging es mit 17 Teilnehmern in einem kleinen Bus der Fa. Boso von Lindau, über Chur, San Berhardino, Bellinzona vorbei an Mailand und Turin ins Aosta Tal. Am Eingang ins Aostas Tal, in Point Saint Martin machen wir einen Stopp und besichtigen in dem alten Städtchen, die über 2000 Jahre alte Römerbrücke. Weiter ging es nach Aosta, das größer ist als sich die meisten vorgestellt haben. Es ist das lebhafte Zentrum des Aosta Tals. Nach dem Einchecken in unserem Hotel HB Aosta, mitten im Zentrum und nach einer kleinen Pause, machten wir einen ersten Spaziergang durch die
Jahrhunderte, zu den Sehenswürdigkeiten von Aosta. Die erstaunlichen Bauwerke stammen aus römischer Zeit, dem Mittelalter und der Renaissance. Das Abendessen, typisch italienische Küche, ließen sich alle zusammen mit einem guten Wein schmecken.

Montag

Ein strahlender Morgen trieb uns aus den Federn. Nach dem Frühstück ging es mit unserem Bus in vielen Kehren hinauf nach Pila auf 1800 m. Weiter mit dem Sessellift bis auf 2300 m. Dort startete unsere Wanderung über den Lac di Chamole hinauf zum Col di Chamole auf 2650 m. Dort gab es Brotzeit in Form eines Picknicks, für das morgens schon fleißige Damen eingekauft hatten. Einigen machte die ungewohnte Höhe und der schnelle Aufstieg zu schaffen, weshalb sie auf den Abstieg zum Lago Chamole und zum Rifugio Arbole verzichteten. Nach dem Abstieg und der Rückfahrt mit der Seilbahn trafen sich alle wieder
bei der Einkehr auf Pila. Nach der Rückkehr im Hotel hatte jemand die Sitzgelegenheiten auf der großen Terrasse entdeckt, wo wir den schönen Berg Tag bei einem Getränk ausklingen lassen konnten.

Dienstag

Wieder ein strahlender Morgen. Es ging auf der Autobahn und dann auf einem wilden Sträßchen 1500 m hinauf nach Cervinia. Waren wir froh, dass wir nur einen kleinen Bus hatten! Nach dem Ausstieg wurden wir fast erschlagen vom Anblick des Matterhorns, das über unseren Köpfen schwebte. Mit der Seilbahn ging es hinauf zum Plan Maison auf 2560 m. Dort startete unsere Wanderung über endlose Moränenhügel zum Rifugio Oriondo auf 2800 m. Oben wurden wir mit
einem Picknick belohnt. Wir können uns nicht sattsehen an der grandiosen Bergarena rings um uns herum. Aber wir müssen wieder zurück. Einige nahmen den langen Abstieg nach Cervinia unter die Beine, die anderen lieber die Bergbahn vom Plan Maison. Zurück im Hotel beenden wir den Traum Bergtag mit Terrasse und Abendessen.

Mittwoch

Heute ging es nach Courmayeur auf 1200 m. Bereits bei der Anfahrt lässt sich der Montblanc in der strahlenden Sonne sehen. Wir irrten mit dem Bus durch den Ort, mit der Suche nach der Seilbahn nach oben. Aber alle Bahnen haben seit heute geschlossen. Klaus holte das Alternativprogramm aus der Tasche. Wir fuhren in das romantische Val Veny bis wir auf 1700 m vor einer Kette standen. Wir starteten hier unsere Wanderungen. Eine Gruppe ging auf dem Weg „Grand Tour du Mont Blanc“ hinauf zum Lac Checrout auf 2200 m, die andere Gruppe machte sich auf den Weg zum Lac du Gardin du Miage, der noch vor wenigen Jahren zwischen zwei Gletscherarmen lag. Der Weg war rau, manchmal sind die Hände zum Weiterkommen nötig. Aber wir erreichten wohlbehalten den See in einer wilden Gegend. Auf dem Rückweg ließen wir uns Zeit und bestaunten die berühmten Berge rund um das Montblanc Massiv. Im Weiler Viseile sind wir auf der Terrasse des Restaurants alle wieder vereint. Das Abendprogramm im Hotel läuft wie gewohnt.

 

Donnerstag

Der Himmel hat sich bezogen. Das Gebiet des großen Sankt Bernhard Pass ist unser Ziel. Wir fuhren bis zum Gehöft Baou auf 2375 m unterhalb der Passhöhe. Es ging steil hinauf zum Col Fenetre de Ferret auf 2700 m. Klaus legte ein kräftiges Tempo vor,
denn die dichten Wolken verheißen nichts Gutes. Am Col wehte ein scharfer Wind und im aufsteigenden Nebel verschwand alles in Grau. Einige Mutige starteten zusammen mit Klaus hinab in den Nebel zu den Lac di Fenetre. Und sie hatten sogar Glück. In Wolkenlücken ließen sich auch die Seen sehen. Die anderen stiegen hinab zum Ausgangspunkt, machten in der Sonne Brotzeit und weiter ging es auf dem alten Römerweg hinauf zur Passhöhe und zum Hospiz. Inzwischen war auch die Passhöhe im Nebel
verschwunden, aber alle fanden sich wohlbehalten wieder am Bus ein. Es ging zurück zum Hotel, selbst ein Terrassenbier war in der Abendsonne möglich.

Freitag

Der Morgen begrüßte uns mit leichtem Regen. Deshalb stand der Vormittag für weitere Besichtigungen in Aosta und zum Einkaufen zur Verfügung. Um 11:00 starteten wir mit dem Bus über Cogne in das Val Pontoney im Gran Paradiso Nationalpark. Wir starteten unsere Wanderung im kräftigen Regen. Ausgerüstet mit Regenkleidung oder Schirm, marschierten wir durch das
stille Tal entlang des Flusses Torrent zum Weiler Vermanaz, einer ehemaligen Walser Siedlung. Unter einem großen Vordach wird das Picknick aufgebaut. Gestärkt ging es entlang des Flusses zu einer Brücke, die jedoch nicht mehr da war. Auf dem
Rückweg ließ der Regen nach und selbst die Berge des Gran Paradiso liesen sich zwischen den Wolken sehen. Am Parkplatz gab es eine kleine Bar mit 6 bis 8 Sitzplätzen. Aber wir schafften es, auch 19 Leute unterzubringen, wobei es richtig warm und gemütlich wurde.

Samstag

Heute ging in es Richtung Monte Rosa. Wieder fuhren wir auf einem kurvigen Sträßchen hinauf nach Saint Jaques des Almand auf 1630 m, eine alte Walser Siedlung. Es ist bewölkt aber trocken. Wir starteten hinauf zur nächsten alten Walser Siedlung Fiery, wo wir die uralte Kirche besichtigten. Weiter ging es hinauf zur Alp di Verra Inferiore auf 2040 m, wo wir einen schönen Platz für unser Picknick fanden. Die Wolken stiegen nach oben und erlaubten uns immer wieder einen Blick auf Castor, Pollux und das Breithorn. Eine Gruppe war hinaufgestiegen bis zum Lago Blu auf 2250 m, wobei die Sicht dort eher schlechter war. Es ging wieder hinab ins alte Walser Dorf. Der Regen hatte wieder begonnen. Aber wir saßen trocken im Dorfrestaurant. Die alte Wirtin war etwas überfordert, aber zu guter Letzt bekommen doch alle etwas

Sonntag

Nach dem Frühstück ging es um 08:30 wieder Richtung Heimat. Das Wetter ist wieder schön und wir konnten die Fahrt genießen. Nach Mailand wurde der Verkehr dichter. Es ist Ferienende, aber wir kamen gut durch. Nach dem San Bernhardino fing es wieder an zu regnen. Aber wir kamen sicher um 15:00 in Lindau an. Wir beschließen diesen traumhaften Wanderurlaub, der alle Erwartungen gesprengt hat und wahrhaft eine Reise zu den Füßen der Giganten war.

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