Wanderung zum " Wächter des Allgäus"

Frauentour auf den Grünten über das Burgberger Hörnle

und Katrin bevorzugt Wegbarianten, die neue Perspektiven eröffnen.


Am Samstag, 23.5.2026, fanden sich neun bewegungshungrige,

frohgemute Wanderfrauen auf dem Parkplatz des VHGs ein, um die Bergsaison mit einer Frühlingstour zu starten.

Diese sollte zum & quot;Wächter des Allgäus", dem Grünten führen. Nachdem uns der Sektionsbus dieses Mal nicht zur Verfügung stand, übernahmen Claudia und Katrin die Fahrdienste. Dafür nochmals ein recht herzliches Vergelts Gott.

Bei strahlendem Wetter ging es ins Herz des Allgäus, nämlich nach Burgberg. Unterwegs machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Dm-Markt in Immenstadt wegen vergessener Socken. Auf dem Wanderparkplatz etwas oberhalb von Burgberg ließen wir die Autos stehen. Katrin hatte einen Platz ausgewählt, an dem die Fahrzeuge bei Rückkehr im Schatten standen, weise Voraussicht oder Zufall...? Schnell machten wir uns startklar, ein erstes Gruppenfoto und gegen 9.15 marschierten wir los.

Nach wenigen Schritten aufwärts hatten wir den schattenspendenden Wald erreicht, eine Wohltat. Ein wunderschönes, häufig mit Wurzeln durchzogenes Steiglein führte, ziemlich steil, bergauf. Ab und zu querten wir kurze Wiesenpassagen, von wo aus das umliegende Bergpanorama bestaunt und ein wenig durchgeschnauft werden konnte.

Die Schnelleren warteten immer mal wieder.auf die Langsameren und die Genießer. Wir gelangten an eine kurze Stelle, an der wir, auf Kopfhöhe, einen dicken, trockenen, querliegenden Ast mit abstehenden kleineren Ästen zu queren hatten. An einem dieser kleinen Äste verletzte sich eine Wanderkameradin am Kopf, die jedoch, nach erfolgreichem Verarzten, weitergehen konnte. Im Gipfelbereich des Burgberger Hörnles, unseres ersten Zieles, waren dann noch felsige Passagen zu überwinden. Noch ein letztes Wegstück im Wiesengelände und wir standen am Gipfelkreuz des Hörnles. Eine grandioses Panorama belohnte uns für den steilen Aufstieg. Und erstmals präsentierte sich der Grünten in seiner ganzen Pracht!

Das motivierte natürlich zum Weiterwandern. Über den Verbindungsgrat zum Hauptgipfel führte uns der Weg immer wieder teils steil bergab und wieder bergauf, bis wir endlich das letzte Stück zum Gipfel bewältigt hatten. Wie groß war unsere Freude, es gemeinsam wieder einmal geschafft zu haben, und dann das Prachtwetter noch obendrauf! Wir genossen erst einmal unseren Erfolg, sahen uns um und legten dann, so nach und nach, die noch fehlenden Meter bis zum Kriegerdenkmal zurück. Dort gönnten wir uns unsere wohlverdiente Mittagsrast. Verständlicherweise waren wir nicht allein, aber das Treiben um uns herum störte nicht wirklich. Die Fernsicht war unbeschreiblich, die Temperaturen perfekt, und den stahlblauen Himmel
dekorierten Schönwetterwolken. Am liebsten hätten wir den gesamten
Nachmittag hier verbracht. Nach einer guten Stunde packten wir unsere
Rucksäcke und begaben uns zurück zum Gipfel mit dem Sendeturm.

Für den Abstieg zum Grüntenhaus hatte Katrin die Fortsetzung des Grates gewählt, ebenfalls eine Variante. Auf Höhe des Grüntenhauses nahmen wir dann den Wiesenweg quer hinüber. Jede freute sich nun auf ein erfrischendes Getränk, einen leckeren Kuchen oder anderes Naschwerk, welches wir, in kühlendem Halbschatten, genießen konnten. Nachdem noch etwa 500 Höhenmeter abwärts bewältigt werden mußten, begaben wir uns, am späten Nachmittag, auf den Rückweg. Dieser Rückweg ist der reguläre
Normalanstieg, die von Katrin ausgewählte Direttissima übers Burgberger
Hörnle eine Variante, die es aber ganz schön "in sich" hat. Der
Abstiegsweg gestaltete sich nicht ganz so steil, kniefreundlicher. Im
Verlauf wurde deutlich, daß auch dieser Steig sich ziemlich in die Länge
zog. Da war der von Katrin gewählte Direktanstieg doch um einiges
abwechslungsreicher, interessanter und die zu bewältigende Höhe
schneller erreicht. Mit zunehmender Talnähe spürte man nun die
Nachmittagshitze. Wie angenehm war es doch auf der Höhe gewesen. So
waren wir dankbar, trotz des Genusses des herrlichen Tages, als der
Parkplatz mit unseren, im Schatten stehenden Autos in greifbare Nähe
rückte. Nach der Abrechnung der Reise- und Parkkosten, also gegen 18
Uhr, setzten sich die Fahrzeuge in Richtung Lindau in Bewegung. Um 19.30
verabschiedeten wir uns am Parkplatz des VHGs voneinander und somit
endete dieser einzigartige Wandertag.


Euch beiden, liebe Katrin und liebe Claudia, nochmal ganz vielen Dank
für die Fahrdienste, und dir, Katrin, im Namen von uns Frauen, ein
dickes Dankeschön für die gelungene Tourenwahl. Es hat uns allen wieder
superviel Spaß gemacht und wir freuen uns auf das nächste Mal.


Autor: Angelika Sorger

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