Wieder mal Widderstein? Wie immer grandios!

Kopf aus...Herz an!

7 Frauen unternehmen eine herrliche, anspruchsvolle Sommerbergtour auf den Widderstein.


Am Samstag früh um 7 Uhr auf dem VHG Parkplatz war es mal wieder soweit: Sieben unternehmungslustige Wanderfrauen fanden sich ein, um ein "Schmankerl" des Bregenzerwaldes bzw. oberhalb des Hochtannbergpasses zu erklimmen, den Widderstein.

Diesmal chauffierte uns Katrin mit dem neuen Sektionsbus und bereits um 8.15 Uhr hatten wir den Parkplatz erreicht. Der Himmel war strahlend blau, die Temperatur angenehm und so marschierten wir wenig später bereits unserem Ziel entgegen, das direkt über uns thronte. Was für ein beeindruckendes Massiv der Widderstein doch ist. Zügig ging es das Wiesenweglein hinauf, welches an den Rändern mit hübschen blauen Blumen sowie Margeriten geschmückt war. Gelbe Blümchen entdeckte ich weniger, was aber sicher daran lag, daß ich konzentriert meines Weges ging. Zwischendurch wurde eine kurze Trinkpause eingelegt, so konnten die Langsameren wieder aufrücken. Unterhalb des Einstiegs in die Felsenpassage rasteten wir nochmals länger, um dann, entsprechend gestärkt, diesen doch etwas steinschlaggefährdeten Aufstiegsteil in einem Zug zurücklegen zu können.

Katrin ermahnte uns zu langsamem, bedächtigen Gehen, um Kräfte zu sparen sowie das Lostreten von Steinen zu vermeiden…denn, wir waren heute nicht die Einzigen auf dem Weg zum Gipfel! Der mit losem Geröll bedeckte Weg wechselte sich immer wieder ab mit Passagen, bei denen auch die Hände benötigt wurden, danach befand man wieder ein Stück auf dem Weg und so ging es abwechselnd bergauf.

Der Wegverlauf war gekennzeichnet durch sehr viele hohe Tritte, die einiges an Kraft kosteten. So gewannen wir, durch den Direktanstieg, stetig an Höhenmetern. Als schließlich der Gipfel ins Blickfeld rückte, blieb eine Teilnehmerin zurück, da die Kräfte sie verlassen hatten. Die anderen erstürmten gemeinsam den Gipfel und wurden mit einer atemberaubenden Fernsicht belohnt. Den vorhergesagten Wetterwechsel erkannte man an einer markanten, im Westen aufgezogenen Wolkenbank, die sich immer mehr ausbreitete. Nach dem eingehenden Genuß des Gipfelglücks, des Panoramas sowie einer wohlverdienten Rast verließen sie das Tagesziel und kehrten auf demselben Weg zurück.

Unterwegs trafen sie auf die, leider entkräftete, Kameradin, die noch mehrmals, doch leider erfolglos, versucht hatte, dem Gipfel ein Stück näher zu kommen. Ihre Namenskollegin berichtete ihr, sie habe nicht wirklich etwas versäumt, da der Anstieg sich noch sehr in die Länge gezogen habe, und oben, kurz vor dem Gipfel, erst richtig schwierig geworden sei. Gemeinsam wurde der Abstieg fortgesetzt. Katrin begleitete die erschöpfte Kameradin hinunter, was einige Zeit in Anspruch nahm. Wir trafen uns schließlich an der Widdersteinhütte zur gemeinsamen Einkehr wieder. Gestärkt und erfülltt ging es dann noch hinunter zum Parkplatz. Danach brachte uns Katrin wohlbehalten zurück nach Lindau zum VHG-Parkplatz, wo wir uns noch ganz herzlich voneinander verabschiedeten und von der herrlichen Tour schwärmten.

An dieser Stelle darf ich mich, wie gewohnt, im Namen von uns Frauen, ganz ganz herzlich bei Dir, liebe Katrin, bedanken für die super Auswahl des Tourenzieles, das Organisieren des Sektionsbusses sowie deinen umsichtigen und einfühlsamen Führungsstil. Persönlich danke ich dir nochmals herzlich für deine Geduld und deinen Trost, welcher mir, in meiner Not, wirklich sehr geholfen und mich wieder aufgebaut hat.


Autor: Angelika Sorger

Bildrechte: Katrin Harder

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Alpengarten - Lindauer Hütte