Olperer – die Zweite

Zillertal wir kommen

Start bei heißem Wetter, tolle Truppe und mega viel Spaß im Gepäck


Vom 26.06. bis 29.06. starteten wir zu fünft bei schönstem Wetter – oder besser gesagt: bei ziemlich heißem Wetter – in Richtung des wunderschönen Zillertals. Wie bei einer so netten Truppe üblich, war schon die Hinfahrt ein Heidenspaß.

Am Parkplatz angekommen, packten wir unsere Sachen zusammen, einschließlich der kompletten Hochtourenausrüstung, - Oh je ist der Rucksack schwer- und machten uns auf den Weg zur Geraer Hütte. Zunächst ging es gemütlich über einen Forstweg, vorbei an Almen, Kühen und herrlicher Berglandschaft.

Unterwegs kamen wir an einer Hütte vorbei, bei der die Materialseilbahn zur Geraer Hütte startete. An der Station hing ein Schild mit der Aufschrift „Gepäcktransport“. Es dauerte nicht lange, bis die Diskussion beendet war: Bei dieser Hitze würden wir dieses Angebot definitiv nutzen. So konnten wir mit leichtem Gepäck weiterwandern und erreichten entspannt die Hütte, leicht dehydriert.

Nach einem hervorragenden Abendessen, einem gemütlichen Hüttenabend und einer recht geräuschvollen Nacht klingelte der Wecker am nächsten Morgen sehr früh.

Gipfeltag Ju he 

In aller Herrgottsfrühe ging es Richtung Olperer. Über einen kleinen, angenehm kühlen Gletscher erreichten wir den Grat. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns, am Seil zu gehen. Flo übernahm souverän den Vorstieg und meisterte diesen wie gewohnt hervorragend.

Wir folgten ihm zügig und konnten bald den Gipfel für uns ganz allein genießen. Der Ausblick auf das Zillertal war einfach überwältigend. Gleichzeitig sahen wir aber auch, wie weit der Weg noch war, der vor uns lag.

Also machten wir uns an den Abstieg. Im Abstieg kamen wir gut voran und meisterten auch die Schlüsselstelle mit Bravour, mit abseilen und abkletern. Danach begann der lange Rückweg: laufen, laufen und nochmals laufen.

Bei manchen wurden die Oberschenkel langsam schwach, die Knie zunehmend weicher. Zur zusätzlichen Spannung zog auch noch ein Gewitter auf. Die drei Schnelleren legten ein etwas höheres Tempo vor und zogen voraus. Flo und ich, mittlerweile mit etwas müden Knien unterwegs, steckten uns kleine Etappenziele. Unser Ziel war es, noch vor dem Gewitter das Joch zu erreichen.


Das klappte tatsächlich punktgenau.

Gewitter, Hagel und Herzlichkeit

Die anderen drei waren zu diesem Zeitpunkt bereits unten angekommen. Das Gewitter zeigte sich nun von seiner beeindruckendsten Seite. Große Hagelkörner prasselten auf uns herab und sorgten unfreiwillig für eine intensive Hautmassage. Als wäre das nicht genug, setzte anschließend auch noch kräftiger Regen ein, alle 5 haben der kostenlose Hagel Massage mehr oder weniger nicht genossen.

Das einzig Positive daran: Es war tatsächlich erfrischend.

Die drei Schnelleren schafften es gerade noch rechtzeitig zum Abendessen auf der Hütte. Die Hüttenwirtin empfing alle mit großer Herzlichkeit. Für Flo und mich gab es eigentlich keine Halbpension mehr, da wir zu spät angekommen waren. Doch die Hüttenwirtin hatte ein großes Herz und organisierte für uns kurzerhand noch etwas zu essen.

Nach dem Essen und einem gemeinsamen Dessert stellten wir alle fest, dass wir ziemlich geschafft waren. Nach dem zweiten isotonischen Getränk ging es deshalb recht schnell in die Koje.

Heimweg

Am nächsten Morgen, bei strahlendem Sonnenschein und nach einem ausgiebigen Frühstück, machten wir uns an den Abstieg. Füße und Beine signalisierten zwar deutlich, dass die Tour nicht spurlos an ihnen vorbeigegangen war, aber sie funktionierten noch.

Bei herrlichstem Wetter erreichten wir schließlich wieder das Auto. Ganz in der Nähe fanden wir noch einen wunderbar kühlen Fluss, in dem wir uns mit einem erfrischenden Bad belohnten.

Danach ging es im angenehm gekühlten Auto wieder Richtung Heimat.

Fazit

Olperer – die Zweite hat wieder einmal gezeigt, warum diese Tour etwas Besonderes ist. Wir hatten ein wunderschönes Wochenende mit Gipfelglück, traumhaftem Wetter, einer ordentlichen Portion Abkühlung, viel Gelächter und bester Gesellschaft.

Ein riesiges Dankeschön besonders an Flo, und die Tolle Truppe Jochen, Daniela, Jochen und Markus für die tolle Zeit.

Es war ein rundum gelungenes Wochenende, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Bericht Markus Brauchle


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